In diesem eintägigen Workshop widmen wir uns dem Thema Motivation und Beteiligung von Leistungsberechtigten im Kontext von Werkstatt und Tagesstruktur. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Frage, wie Menschen „motiviert werden können“, sondern wie Motivation überhaupt entsteht – und welche Rolle Beziehung, sozial-emotionale Entwicklung, Umweltfaktoren und institutionelle Rahmenbedingungen dabei spielen.
Leistungsberechtigte wirken im Alltag manchmal unmotiviert, ziehen sich zurück oder nehmen Angebote nicht wahr. Gemeinsam schauen wir darauf, welche Funktionen dieses Verhalten haben kann und wie Fachkräfte Motivation differenzierter verstehen können – jenseits von Druck, Appellen oder reiner Verhaltenssteuerung.
Der Workshop verbindet entwicklungspsychologische, systemische und neurobiologische Perspektiven mit dem Alltag der Eingliederungshilfe. Dabei werden unter anderem Fragen aufgegriffen wie: Was brauchen Menschen, um sich auf Angebote einlassen zu können? Welche Bedeutung haben Bindung und Beziehung für Motivation und Beteiligung? Wie entsteht institutionelle Bindung? Welche Rolle spielen Umweltfaktoren, Gruppendynamiken und Strukturen in Werkstatt und Tagesstruktur? Und wie kann Beteiligung passungsgerecht gestaltet werden?
Eigene Praxisbeispiele und Fragestellungen der Teilnehmenden werden in die gemeinsame Reflexion und Fallarbeit einbezogen.
Schwerpunkte:
Sie erhalten einen Tag voller Impulse, Reflexionsräume und Praxisanregungen. Sie kehren zurück in Ihren Alltag mit: