Epilepsie zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen und begegnet Fachkräften in vielen Arbeitsfeldern der Sozialwirtschaft. Diese Fortbildung vermittelt ein fundiertes Grundverständnis der Epilepsie als Krankheitsbild und rückt zugleich die Lebensrealität der betroffenen Menschen in den Mittelpunkt. Neben medizinischen Grundlagen stehen insbesondere praxisnahe Handlungssicherheit im Alltag sowie im akuten Notfall im Fokus. Die Teilnehmenden lernen, epileptische Anfälle einzuordnen, angemessen zu reagieren und Betroffene professionell, respektvoll und deeskalierend zu begleiten.
Ziel der Fortbildung ist es, die Handlungssicherheit von Mitarbeitenden im Umgang mit Menschen mit Epilepsie zu stärken. Die Teilnehmenden entwickeln ein vertieftes Verständnis für unterschiedliche Anfallsformen, deren Auslöser und psychosoziale Auswirkungen. Sie werden befähigt, Notfallsituationen fachlich korrekt zu bewältigen und Betroffene im beruflichen Alltag empathisch und kompetent zu unterstützen.
Die Teilnehmenden
- verfügen über grundlegendes Wissen zu Epilepsie, Anfallsarten und möglichen Ursachen,
- können anfallsprovokative Faktoren erkennen und im Arbeitsalltag berücksichtigen,
- kennen gängige diagnostische Verfahren und deren Aussagekraft,
- verstehen psychosoziale Belastungen von Menschen mit Epilepsie und deren Umfeld,
- handeln sicher und leitlinienorientiert in epileptischen Notfällen,
- sind sensibilisiert für den plötzlichen, unerwarteten Tod bei Epilepsie (SUDEP) und Präventionsmöglichkeiten,
- können postiktuale Verhaltensstörungen einordnen und professionell damit umgehen,
- kennen die wichtigsten medikamentösen Therapieoptionen zur Anfallsprophylaxe und im Notfall.