Neue Untersuchungen der Emotionspsychologie zeigen, wie wichtig ein gutes Gespür von Nähe und Distanz im Betreuungsalltag ist. Mit den „richtigen“ Worten und mit einer entsprechenden „Körpersprache“ entsteht im Gespräch eine „empathische“ Übertragung, die tiefe Wirkungen auf der körperlich-psychischen Ebene erzeugt. Wird diese Kommunikation durch zugewandtes Verhalten ergänzt, wird ein starkes Band von Nähe erzeugt. Ein Zuviel an Nähe kann aber genau das Gegenteil erzeugen – aus Mitgefühl entsteht Mitleid und sogar Aggressionen! Um ein positives und wirksames Nähe-Distanz- Verhältnis zu erzeugen und aufrecht zu erhalten, braucht es ein gutes Maß an Achtsamkeit bei der Kommunikation! Gelingt diese Form der Verbindung, fühlen wir uns emotional tief berührt. Es entsteht Nähe und Intimität, als die zentrale Voraussetzung für jedes therapeutische und pflegerische Betreuungsangebot. Gestaltet sich die Beziehung und die Nähe aber zu eng, entsteht eher Mitleid und es fällt dann schwer sich abzugrenzen – und damit geht die Voraussetzung jede professionelle Nähe-Distanz Beziehung verloren. Ein zu viel an Nähe lässt dagegen den Betreuer/die Betreuerin mitleiden und so entsteht negativer Stress und die Gefahr von Burn-out steigt beständig an!“
Der Workshop beinhaltet einen zweitägigen Basisworkshop mit Theorie und Diskussionen und einen Praxistransfer in Form von Fallbesprechungen. In dem später folgenden Refresherworkshop sollen eine paar Punkte zur Nachhaltigkeit, zusätzlich vertieft werden und der Praxistransfer dabei evaluiert werden. Zudem bietet sich in dem Refresherteil noch mal die Gelegenheit zum kollegialen Austausch und der individuellen Diskussion einzelner Verhaltenssituationen im Umgang mit Distanz und Nähe.
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